EINE KATZE KOMMT INS HAUS

Wenn du über die Adoption eines Kätzchens nachdenkst, solltest du dich darauf einstellen, dass für das Kätzchen im ersten Jahr mindestens drei Tierarztbesuche notwendig sind, für Impfstoffe und Entwurmung.

Warum ist eine Wurmkur jetzt schon notwendig? Ganz einfach: Bereits in den ersten Lebenstagen infizieren sich Katzenwelpen mit Spulwürmern. Das infizierte Muttertier überträgt die Wurmlarven mit der Milch auf ihre Jungen. Über die Speiseröhre gelangen die Larven in den Kätzchendarm. Dort werden sie geschlechtsreif und produzieren Wurmeier, die mit dem Katzenkot ausgeschieden werden. Hakenwürmer sind ebenfalls häufig bei Jungkatzen anzutreffen. Ihre Eier werden von infizierten Tieren mit dem Kot ausgeschieden. In der Außenwelt entwickeln sie sich zu Larven, die sich durch die Haut in den Körper ihres Wirtes bohren. Werden die Kitten nicht frühzeitig gegen diese Parasiten behandelt, verkümmern die Jungkatzen, bekommen den typischen aufgetriebenen „Wurmbauch“, ein struppiges Fell und wässrigen bis blutigen Durchfall. Bei ausgewachsenen Katzen kommt es dagegen nur selten zu klinischen Erscheinungen.

Impfungen können schon mit 6 bis 8 Wochen durchgeführt werden. Ein guter Impfschutz sieht die für Ihre Katze notwendigen Impfungen vor. Ist das Risiko im Einzelfall größer, z. B. aufgrund von Freigang, Verhalten oder Krankheit , erstellt Ihr Tierarzt gerne einen individuell an Ihr Tier angepassten Impfplan. Ein Katzenwelpe, der bereits eine Impfung erhalten hat, sollte untersucht und ggf. nachgeimpft werden. Wichtig sind Entwurmungen und vorsorgliche Schritte gegen Parasiten , wie beispielsweise Flöhe. Dies kann schon von Ihrem Tierarzt eingeleitet werden.

Neben Würmern kann auch vielen anderen Parasiten wie Flöhen, Milben, Ohrmilben oder Zecken heute mit Spot-On-Mitteln vorgebeugt werden. „Spot-On“ (klicke um unsere Empfehlung zu sehen), also das Auftragen des Wirkstoffs auf die Haut, ist viel wirksamer als Wirkstoffhalsbänder. Denn ein Halsband birgt trotz der vorgeschriebenen Sollbruchstelle immer die Gefahr der Verletzung. Zudem bekommt der Besitzer beim Streicheln seines Tieres nichts vom Wirkstoff ab. Häufig stört auch der Eigengeruch der Wirkstoffhalsbänder die empfindliche Nase des Kätzchens und des Besitzers.

Freigänger-Katzen müssen dann auch kastriert werden und generell sollten bei Katzen weitere Behandlungen gemacht werden, um die Ausbreitung bestimmter Krankheiten zu verhindern. Dr. Griffin empfiehlt halbjährliche bis jährliche Arztbesuche.

Wenn du überlegst, einer Katze ein Zuhause bieten zu wollen, solltest du auch für ihr natürliches Verhalten, wie z. B. Kratzen vorbereitet sein. Junge Kätzchen sind sehr neugierig und wollen alles genau untersuchen. Dabei werden die unterschiedlichsten Gegenstände vorsichtig beschnuppert. Ist das Objekt für die Katze als Marke des Territoriums von Bedeutung, so werden die Vorderpfoten und Krallen ausgestreckt, die dann den Gegenstand umfassen; anschließend wird mit den Vorder- oder Hinterpfoten heftig daran gekratzt. Das ist für Kätzchen ein normales Verhalten, denn hierdurch markieren sie einen Revierabschnitt, hinterlegen eine Duftnote und ein typisches Kratzmuster. Es dient gleichzeitig zur Entfernung alter, lockersitzender Hornschichten der Krallen. Katzen wählen sowohl im Haus als auch im Freien einen Platz, zu dem sie immer wieder zurückkehren. Hier sollte nach Möglichkeit ein Kratzbaum(klicke um unsere Empfehlung zu sehen) oder ein ähnlich gestalteter Platz zur Verfügung stehen. Das Kratzen am Kratzbaum ist wichtig für die Krallenpflege!

Du trägst natürlich auch Verantwortung für das Katzenkisti (klicke um unsere Empfehlung zu sehen). Die Katzentoilette sollte wirklich ein stilles Örtchen sein, Kitten und Katz werden bei ihren Geschäften genauso wenig gern gestört wie wir. Grundsätzlich gilt die Regel: immer eine Katzentoilette mehr als Katzen im Haus sind. Bei der Streu sollten Sie darauf achten, dass sie saugstark und geruchsarm ist, außerdem sollte sie nicht stauben. Manche Katzen mögen eine Katzentoilette mit Deckel lieber, andere dagegen gehen „oben ohne“ zur Toilette.

Haustiere sind völlig abhängig von ihren Besitzern, also denke vorher lieber einmal zu viel über alles nach und überpüfe ob du der Haltung auch wirklich gerecht wirst.

Wir wünschen viel Spaß mit dem potentiellen, neuen Familienmitglied🙂

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