EU- REISEBESTIMMUNGEN

Reisebestimmungen für Hunde, Katzen und Frettchen

Voraussetzung: kein Handelszweck, keine Eigentumsübertragung

Heimtiere im Reiseverkehr:
  • max. 5 Heimtiere pro Person, Mindestalter 8 LW
  • Ausnahme bei Reisen mit mehr als 5 Tieren: Wettbewerbe, Trainingszwecke, Ausstellungs- und Sportveranstaltungen
  • Mindestalter 6 LM
  • Nachweis durch schriftl. Registrierungsbestätigung des Veranstalters oder der Vereinigung

Haustiere benötigen auf allen Auslandsreisen (auch in Nicht-EU-Länder) den EU-Heimtierausweis, den man bei jedem Tierarzt erhält.
Der EU-Heimtierausweis belegt, dass das Tier gegen Tollwut geimpft und per Mikrochip gekennzeichnet wurde. Eine solche Kennzeichnung ist für jedes Tier seit dem 3. Juli 2011 verpflichtend, da es sicherstellt, dass Tier und Pass zusammengehören. Der Chip selbst soll dabei helfen, ein entlaufenes Tier wieder zu finden. Dafür muss das Tier in der österreichweiten Heimtierdatenbank registriert werden. Eine vor dem 3. Juli 2011 durchgeführte Kennzeichnung durch Tätowierung ist auch weiterhin gültig, sofern sie gut lesbar ist.

 

Bandwurm-Behandlung

Großbritannien, Irland, Malta, Finnland und Norwegen verlangen zusätzlich zum EU-Heimtierausweis und zum Chip noch eine Bandwurm-Behandlung. Diese muss ein bis fünf Tage vor der Einreise durchgeführt werden.

Tollwut-Antikörpertest

Bei Reisen in die Nicht-EU-Staaten Mazedonien, Montenegro, Serbien, Türkei und Ukraine muss vor der Abreise ein Bluttest auf Tollwut-Antikörper durchgeführt werden. Ohne gültigen Test kann es zu Problemen bei der Rückreise in die EU bzw. nach Österreich kommen. Die Clubtouristik empfiehlt, sich rechtzeitig vor der Abreise in diese Länder mit dem Tierarzt in Verbindung zu setzen. Der Bluttest muss nur einmal im Leben eines Tieres durchgeführt werden, sofern eine Immunisierung gegen Tollwut nachgewiesen wurde und der Vierbeiner regelmäßig Auffrischungsimpfungen erhält.

Gesundheitszeugnis

In Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Russland, Ukraine und der Türkei muss ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis vorgelegt werden, das nicht älter als zehn Tage sein darf. Diese Bestimmungen gelten auch dann, wenn man nur auf der Durchreise durch diese Länder ist.

„Kampfhunde“

Strenge Vorschriften gelten für sogenannte Kampfhunde, wie zum Beispiel Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier und deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden. Einige Länder, wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Dänemark und Norwegen, haben Sonderregelungen oder verbieten die Einreise gänzlich.
Quellen: http://www.tierärztekammer.at; http://www.oeamtc.at