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Bauer sperrt Alm aufgrund tödlicher Kuhattacke

Eine Wanderin, die auf einer Tiroler Alm mit ihrem angeleinten Hund unterwegs war, wurde ohne erkennbaren Grund von einer Rinderherde angegriffen und getötet. Witwer und Sohn klagten den Tierhalter auf Schadenersatz, Schmerzensgeld sowie Rentenzahlungen und erhielten vom Erstgericht Recht. Das Berufungsgericht sah dagegen ein Mitverschulden der Getöteten und reduzierte die zugesprochenen Beträge. Der Oberste Gerichtshof bestätigte nun dieses Urteil, das Verschulden treffe beide Seiten gleichermaßen.

Almbauer Hannes Willingshofer bewirtschaftet die steirische Sommeralm im Bezirk Weiz. Dort genießen die Kühe bereits jene Bewegungsfreiheit, die es für Wanderer als Folge des OGH-Urteils hier nicht geben soll. Bis zu 400 Wanderer täglich an Sommertagen seien zu riskant, so Willingshofer. Er sperrte jetzt seinen zwei Kilometer langen Weg, um nicht für mögliche Kuhattacken haften zu müssen.


„Das ist reiner Selbstschutz, was wir derzeit betreiben. Es geht einfach nur um die Sicherheit. Wir wollen nichts anderes, wir wollen nur nicht belangt werden, dass uns ein Gericht zur Verantwortung zieht, und wo wir in einem jahrelangen Rechtsstreit landen“, so Willingshofer.


Die Wegsperre trifft auch die nahe Almgastronomie. Die Hüttenwirtin sieht die Politik gefordert und zeigt Verständnis für die Almbauern: „Ich kann nicht auf dem Rücken eines Bauern ein Urteil fällen, die werden in die Armut getrieben. Ich kann das schon nachvollziehen, für uns natürlich blöd, keine Frage“, sagte Martina Gohla, Hüttenwirtin auf der Sommeralm.




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