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Calming Signals - Beschwichtigungssignale

Calming Signals sind Beschwichtigungssignale, die Hunde in Stresssituationen zeigen. Die Signale zu kennen, kann helfen, die Hundesprache besser zu verstehen.


Beschwichtigungssignale sindBestandteil der hundlichen Kommunikation. Das Konzept der Calming Signals stammt von der norwegischen Hundetrainerin Turid Rugaas. Es wird wissenschaftlich kontrovers diskutiert. Dabei ist man sich über die Existenz dieser Signale aber einig, lediglich die Zuordnung und der damit verbundene Zweck werden heute weiter differenziert (z.B. beschwichtigende Signale, Stresssignale, Übersprungshandlungen, Gesten eines inneren Konflikts, usw.) Für uns Halter ist hier weniger die wissenschaftliche


Betrachtung von Bedeutung, sondern vielmehr das Erkennen der Signale und die Schlussfolgerung für die Praxis– nämlich: Situationen richtig einzuschätzen und unseren Hund ggf. zu unterstützen.


Wann werden Calming Signals gezeigt?

  • Die Beschwichtigungssignale werden eingesetzt um Konflikten vorzubeugen

  • beziehungsweise auch um bereits vorhandene Aggressionen zu stoppen,

  • geben uns Auskunft über die Befindlichkeit des Hundes (Hund fühlt sich z.B. unsicher, bedroht oder überfordert.)

  • oder dienen dazu Erregungszustände abzubauen.

Die Beschwichtigungssignale werden nicht immer bewusst an ein Gegenüber gerichtet. Ähnlich wie in der menschlichen Kommunikation laufen sie oft unbewusst ab und spiegeln den momentanen Gefühlszustand des Hundes wider.


Beschwichtigungssignale müssen IMMER im Kontext betrachtet werden! Ein Hund kann auch einmal gähnen, wenn er gerade aus seinem Körbchen aufgestanden ist und sich genüsslich streckt. Gähnt er jedoch immer an der Kreuzung einer stark befahrenen Straße, ist anzunehmen, dass ihn diese Situation (schnell vorbeifahrende Autos, Lärm, viele Menschen, …) stresst. Bei vielen Hunden reicht es bereits aus etwas weiter weg von der Gehsteigkante zu warten, um die Situation zu verbessern. Ganz nebenbei verbessert das unsere Führungsqualität, da eine gute Führung voraussetzt, zu erkennen wann sich der Hund unwohl fühlt und darauf einzugehen. Aus Hundesicht haben wir dadurch verantwortungsbewusst eine sinnvolle Entscheidung getroffen.

Die Beschwichtigungssignale sind genetisch fixiert (angeboren), allerdings spielen Lernerfahrungen eine große Rolle. Die Signale werden sowohl innerartlich (Hund zu Hund) als auch artübergreifend (Hund zu Mensch, Hund zu Pferd, …) gezeigt.


Warum sind diese Signale für uns von Bedeutung?

Es handelt sich hierbei um hundliche Kommunikation, das Verstehen dieser ermöglicht uns Beziehungsarbeit anstatt reiner Erziehungsarbeit zu leisten und damit unsere Führungsqualitäten unter Beweis zu stellen.

  • Wir können verstehen, wenn sich ein Hund versucht uns mitzuteilen.

  • Wir können darauf reagieren und Situationen gegebenenfalls adäquat verändern.

  • Wir können eine Eskalation vermeiden.

  • Wir können uns dem Hund besser mitteilen.

  • Wir können Begegnungen zwischen unserem Hund und anderen Hunden, aber auch zwischen unserem Hund und Menschen (z.B. Kindern) besser einschätzen.


Beispiele für Beschwichtigungssignale 

(Immer Kontext betrachten, denn alle Signale können auch ohne Beschwichtigungscharakter gezeigt werden)

  • Über den Fang lecken (Züngeln)

  • Blick abwenden, blinzeln

  • Kopf abwenden, Körper abwenden

  • Tempo verlangsamen

  • Bogen gehen

  • Sich hinsetzen oder hinlegen

  • Pfote anheben

  • Gähnen (deutet auf einen inneren Konflikt hin) u.v.m



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