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E-Fiaker statt Pferde!

Die Stadt Wien unterstützt die Fiaker-Betreiber und hilft ihnen und ihren Pferde durch die Covid-19-Krise. Tierschützer sehen jetzt die Chance Fiaker künftig pferdefrei zu führen.


Das Thema Fiaker lässt die Gemüter in Zeiten der Corona-Krise erneut erhitzen. COVID-19 brachte Österreichische Fiaker-Betriebe in unerwartete, finanzielle Not. Die Stadt Wien hilft mit 250 Euro pro Pferd und Monat aus. Wie es danach weitergeht, steht noch in den Sternen. Man solle die Krise nutzen und den Umstieg auf umweltfreundliche und tierleidfreie E-Fiaker vorbereiten, statt "Steuergeld zu verschwenden" um die Ausbeutung der Tiere auch noch zu unterstützen, heißt es aus dem ÖTV.


Der Umstieg auf E-Kutschen hätte nicht nur für die Pferde sondern auch für die Kutscher Vorteile, heißt es aus dem ÖTV. „Mit dem Einsatz der E-Fiaker hätten die Kutscher weiterhin eine Existenzgrundlage", so Malle. Ohne Tiere würden sich die Betreiber auch die hohen Kosten für Futter, Medikamente, tierärztliche Behandlungen, Stallmiete und die Reinigung der Standplätze ersparen. Die bestehenden Fiaker-Standorte könne man Schritt für Schritt mit E-Ladestationen ausstatten. Diese könnten Fiakern "beispielsweise in Form eines Leasingmodells zur Verfügung gestellt werden."


Auch die Städte würden von einem Umstieg profitieren, so der ÖTV. Alleine in Wien entstünden durch die Pferdehufe jedes Jahr Straßenschäden von bis zu 700.000 Euro. E-Fiaker hingegen verursachen diese Schäden nicht und seien "klimaneutral." Städte wie Salzburg und Innsbruck, wo ebenfalls Fiaker-Pferde im Einsatz sind, könnten sich am Wiener Modell orientieren.


Der Österreichische Tierschutzverein hat darum einen Zwei-Jahres-Plan für den schrittweisen Umstieg von Pferdekutschen auf Elektro-Fiaker ausgearbeitet.


Dass die Ausbeutung der Fiaker-Pferde mit Steuergeldern unterstützt wird, ist nicht im Sinne der Bevölkerung, die die Fiaker aus Tierschutzgründen größtenteils ablehnt.


Der ÖTV appelliert an die Öffentlichkeit und macht folgende Vorschläge:


  • Schrittweisen Austausch von Pferdekutschen durch Elektro-Fiaker in den kommenden zwei Jahren

  • Errichtung von E-Ladestationen an den Fiaker-Standplätzen

  • Vermittlung der 400 Fiaker-Pferde an tierliebe Privathalter, Tierschutz- und Gnadenhöfe

  • Ziel: Bis 31. Dezember 2021 soll kein Fiaker-Pferd mehr im Einsatz sein

  • Während der Umstellungsphase: Hitzefrei für Österreichs Fiaker-Pferde ab 30°C



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