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Können Tiere dement werden?

Immer mehr Menschen leiden unter Demenz. Doch auch ältere Hunde und Katzen entwickeln vergleichbare Symptome. Die Erkrankung ist bislang kaum erforscht.


Es trifft vor allem Haustiere, denn die werden von ihren Besitzern gepflegt, geschützt und medizinisch versorgt, sodass sie auch entsprechend lange leben.


In der freien Natur findet man kaum altersdemente Tiere, denn sobald die anfangen, geistig oder in ihrem Reaktionsvermögen nachzulassen, wird es für sie schwer zu überleben. Sie werden dann in kürzester Zeit eine leichte Beute für Räuber oder finden selbst nichts mehr zu fressen.


Die Diagnose von Demenz bei Tieren wird dadurch erschwert, dass Hunde und Katzen nicht sprechen können. Viele Tests, die zur Alzheimerdiagnose bei Menschen eingesetzt werden, sind daher nicht möglich. Die Tierärzte gehen daher nach dem Ausschlussverfahren vor, wenn der Verdacht auf eine altersbedingte kognitive Dysfunktion besteht.


Die Symptome einer Demenz bei Tieren ähneln denen von Alzheimer beim Menschen. Dazu gehören:

● Desorientiertheit und Verwirrung ● Interaktionsverhalten ändert sich ● Schlaf-Wach-Rhythmus ändert sich ● Verlust von Interessen und Antrieb ● Stubenrein heit lässt nach ● Hunde vergessen bekannte Kommandos


Alle diese Symptome können für eine Demenz sprechen, die im Übrigen, wie bei uns Menschen auch, mit Plaque-Ablagerungen im Gehirn einhergeht. Zudem sollte immer mit einem Tierarzt abgeklärt werden, ob die Ursache für diese Anzeichen nicht eine andere Erkrankung ist. Der Tierarzt sollte das Tier durch einen genauen Check und über eine Ausschlussdiagnostik untersuchen. Eine Diagnosestellung kann mit einer allgemeinen Untersuchung und Befragung über das Tierverhalten beginnen. Eine Blutuntersuchung ist unerlässlich (hierbei werden auch andere Werte untersucht, beispielsweise der Nieren, Leber, Schilddrüse usw. Hinweise auf eine Demenz sind häufig schwer zu diagnostizieren. Auch eine Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) kann Klarheit verschaffen.


Der Krankheitsverlauf kann durch geeignete Medikamente, welche die Durchblutung im Gehirn steigern, verlangsamt werden. Aufzuhalten ist die Erkrankung aber nach heutigem Kenntnisstand nicht.


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